Theater/Bühne

Theaterkonferenz am 16. Juni 2017 in Hamburg

ver.di Theater-Konferenz mit Kultursenator Brosda

Gute Arbeit, faire Bezahlung und Kampf gegen Altersarmut

Podium der Konferenz Madieckma Podium mit Agnes Schreieder und Dr. Brosda

Auf einer gutbesuchten Theaterkonferenz trafen sich am heutigen Freitag, den 16. Juni rund 50 Betriebsräte und aktive Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)  aus staatlichen und privaten Theatern, Musicals sowie frei schaffende, darstellende Künstlerinnen und Künstler im Hamburger Gewerkschaftshaus. Die Gäste und Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg- Vorpommern. Im Mittelpunkt standen Diskussionen zu Gute Arbeit, angemessene Bezahlung und soziale Absicherung im Alter für Kulturschaffende.     

"Immer mehr ver.di Mitglieder aus den Kulturbetrieben setzen sich dafür ein, dass Beschäftigte an Bühnen faire und akzeptable Arbeitsbedingungen haben - in Betriebsräten, bei Tarifverhandlungen, gegenüber den öffentlichen Trägern und in der Politik," sagt Agnes Schreieder von ver.di Hamburg. „Aktuell gilt es, die Gegenfinanzierung von Tarifabschlüssen für die Bühnen, die hinreichende finanzielle Ausstattung der staatlichen Theater- und Orchester sowie die Anhebung der Vergütungen und Honorare für Beschäftigte in privaten Theatern und für freiberufliche Künstlerinnen und Künstler zu forcieren. Zudem bedarf es dringend Korrekturen bei der Rentenabsicherung für freiberuflich Tätige“, so Schreieder.

Der Hamburger Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda hob in einem Grußwort hervor: „Hamburgs Ausstrahlung als Kulturmetropole wächst, nicht nur durch den neuen ‚kulturellen Leuchtturm‘ Elbphilharmonie oder Festivals wie das wunderbare ‚Theater der Welt‘, das gerade zu Ende gegangen ist. Gerade die festen Einrichtungen wie die Staats- und die Privattheater, aber auch die Künstler und Kreativen der Freien Szene machen mit ihrem vielfältigen und anspruchsvollen Programm Hamburg erst zur Kulturstadt. Ohne all die Menschen, die mit hohem Einsatz und Kreativität hinter der Bühne arbeiten, könnte Hamburg nicht die Kulturstadt sein, die es heute ist. Ihr Engagement zu erhalten und gute Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der Kultureinrichtungen zu schaffen, ist ein wichtiger Baustein für die kulturelle Perspektive Hamburgs.“

ver.di und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzen sich in einer Kampagne zur anstehenden Bundestagswahl neben weiteren Forderungen für eine Stärkung der gesetzlichen Rente ein, was gerade viele Selbstständige unter den Kulturschaffenden betrifft. www.rente-staerken.verdi.de

Die Konferenz beschloss außerdem, alle ver.di Mitglieder in Norddeutschland zu den gewerkschaftlichen Veranstaltungen von ver.di, DGB und weiteren Organisationen während des G 20 Gipfels in Hamburg aufzurufen.

 Rückfragen: Agnes Schreieder, ver.di Hamburg, 01511 4266043

 

 

Blick in den Konferenzsaal Madieckma die Konferenz
staatsrat Dr. brosda auf der Theaterkonferenz Madieckma Dr. Carsten Brosda