Journalismus

Protest im Norden bei den Tageszeitungstarifverhandlungen

Warnstreiks im Norden, Protest-Kundgebung in Kiel

Streiks bei der Ostseezeitung und den Lübecker Nachrichten am 12. März

Pressemitteilung für Rostock/Meckenburg-Vorpommern:

"Journalisten der Ostsee-Zeitung sind am heutigen Montag (12. März) am Standort Rostock dem Aufruf des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gefolgt und in den Warnstreik getreten. In einer Kundgebung vor dem Medienhaus am Steintor, bei der sich auch Kollegen aus dem Verlag solidarisierten, waren die jetzt bekannt gewordenen Rekordgewinne der größten Regionalzeitung Mecklenburg-Vorpommerns zentrales Thema. Ein Gewinn von 8,4 Millionen Euro, den die Bilanz 2016 ausweist, mache deutlich, dass die Forderungen nach einer angemessenen Erhöhung der Entgelte und einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen für arbeitnehmerähnliche freie Journalisten berechtigt sei, hieß es.
Bei der zum Madsack-Konzern (Hannover) gehörenden Ostsee-Zeitung sind in den vergangenen Jahren ein Viertel der Stellen in der Redaktion gestrichen worden. Erst vor wenigen Tagen wurde bekanntgegeben, dass nun konzernweit die Produktion der Online-Angebote in Hannover zusammengefasst werden soll. Eine Umsetzung dieser Pläne, die mit Einverständnis des größten Madsack-Gesellschafters, der SPD-Medienholding ddvg, verfolgt werden, würden erneut einen Verlust qualifizierter Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern bedeuten."