Theater/Bühne

Hunderte Theater-Beschäftigte im Warnstreik

Tarifauseinandersetzung Öffentlicher Dienst

Hunderte Theater-Beschäftigte im Warnstreik

Vorstellung in Hamburger Staatsoper und Schauspielhaus fallen aus – Beeinträchtigungen an Theatern

 Die Gewerkschaft verhandelt aktuell über Lohnerhöhungen und Verbesserungen für Auszubildende im Öffentlichen Dienst. „Wir arbeiten gerne für Kunst und Kultur in unseren Städten – und wir wollen für unsere Arbeit auch korrekt bezahlt werden“,  sagte Agnes Schreieder von ver.di zum Auftakt. In der Hamburger Staatsoper wurde aufgrund des Streikaufrufes die Ballettvorstellung „Illusionen – wie Schwanensee" und im Deutschen Schauspielhaus die ausverkaufte Vorstellung „Der Kaufmann von Venedig“ abgesagt. Sowohl bei den Abendvorstellungen als auch in den Probenabläufen kommt es in allen weiteren Theatern zu spürbaren Beeinträchtigungen. Viele Beschäftigte und Auszubildende beteiligten sich erstmalig an Warnstreikaktionen der Gewerkschaft. In Hamburg forderten die Streikenden der städtischen Theater zudem den vollen Ausgleich der Tariferhöhungen durch die Kulturbehörde und den Senat. Die Unterstützung für spürbare Lohnerhöhungen und faire Tarife ist in den Kulturbetrieben deutlich gewachsen, stellt ver.di fest. In Hamburg beteiligen sich heute insgesamt über 4000 Beschäftigte am Streik, in Schleswig-Holstein sind derzeit über 2000 Beschäftigte im Ausstand.

Demonstrationszug von verdi verdi Hamburg Warnstreik in Hamburg am 12. April 2018
Streikende der Hamburger Staatsoper verdi Hamburg Warnstreik in Hamburg am 12. April 2018  – Streikende der Hamburger Staatsoper