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Auftrittsmöglichkeiten gut – Einkommensersatzleistungen wären …

Kultursommer in Hamburg

Auftrittsmöglichkeiten gut – Einkommensersatzleistungen wären besser!

Bühnenkonzert mit Publikum Free Photos Konzert

Vom 15. Juli bis zum 16. August 2021 soll es einen Kultursommer in Hamburg geben, so hat es Kultursenator Carsten Brosda aktuell angekündigt: viel Kultur an der frischen Luft. Voraussetzung ist, dass die Corona – Lage die geplanten open – air – Veranstaltungen zulässt. Der Kultursommer ist Teil eines Corona-Förderpakets des Hamburger Senats, das insgesamt 22 Millionen Euro umfasst. Finanziert werden soll im Kultursommer sowohl die Bühnentechnik, als auch das Honorar der Künstlerinnen und Künstler.

ver.di Hamburg begrüßt die Idee eines Kultursommers ausdrücklich und damit die Förderung von Musiker:innen, Schauspieler:innen, Veranstaltungstechniker:innen und Kulturschaffenden allgemein, denen auf diesem Weg in ihrer schwierigen Situation durch Arbeits- und Auftrittsmöglichkeiten geholfen wird.

Sandra Goldschmidt, stellv. Landesbezirksleiterin ver.di Hamburg:
„Seit über einem Jahr Corona können Kulturschaffende mit ihrer Arbeit kein Geld verdienen. Die staatlichen Hilfen für Soloselbstständige sind nur teilweise angekommen oder reichen nicht zum Leben über einen so langen Zeitraum. ver.di Hamburg fordert für sie und auch für die Soloselbstständigen aus anderen Branchen, für die es keine passgenauen oder viel zu geringe Hilfen gibt, eine Einkommensersatzleistung. Die muss schnell kommen, denn viele Betroffene sind finanziell am Rande ihrer Existenz.“ 

Lara Drobig, Gewerkschaftssekretärin FB Kultur und Medien:
„Solche Projekte sind überlebensnotwendig für einen Neustart der Kultur und Licht am Horizont für die Hamburger Künstler:innen. Wichtig ist allerdings, diejenigen Kolleg:innen, die nicht von der Jury ausgewählt und bei einem Event engagiert werden, nicht zu vergessen. Um einen Neustart für ALLE aus der Branche bestmöglich zu gestalten, werden weitere Hilfen nötig sein. Die Kulturschaffenden brauchen unsere Solidarität und wir als Gesellschaft brauchen die Kunst und Kultur, die sie schaffen.“